Vorteile der emissionsarmen Wirtschaft: Deutsch-Polnischer Zivilgesellschaftsdialog gestartet

Am 26. Januar luden adelphi, das polnische Institut für nachhaltige Entwicklung (ISD) und das Warsaw Institute for Economic Studies (WISE) zu einer ersten Gesprächsrunde zwischen Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks, Wissenschaftlern und lokalen Regierungsvertretern aus Polen und aus Deutschland ein. Schwerpunkt der Diskussion waren die Vorteile einer emissionsarmen Wirtschaft.

Die Gesprächsrunde fand im Rahmen eines polnisch-deutschen Kooperationsprojekts zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung in Städten statt. Sie initiierte eine Diskussion zu den Verknüpfungen zwischen aktuellen sozio-ökonomischen Herausforderungen für Städte und Kommunen, und den potenziellen Lösungen, die emissionsarme Maßnahmen bieten können. Die Steigerung der Attraktivität der Städte, effiziente Ressourcennutzung, ein stabiler Energiezugang, sowie die verbesserte Gesundheit der Bevölkerung sind einige der Nutzen einer emissionsarmen Wirtschaft.

Ferner bot die Gesprächsrunde ein Forum für die Vorstellung von Projekten und Initiativen in den Bereichen lokale Stadtentwicklung, Gesundheit und Umwelt in Polen und in Deutschland. Diese umfassen Maßnahmen und Aktionen, die von Kommunen umgesetzt werden – z.B.  Finanzmechanismen zum Austausch von emissionsintensiven Kohleöfen in öffentlichen Gebäuden. Weitere Beispiele sind von der Zivilgesellschaft ins Leben gerufene Kampagnen – wie die More than Energy campaign. Auch Instrumente zur Unterstützung von lokalen Regierungen in der Umsetzung von ressourceneffizienten Lösungen wurden vorgestellt – etwa der von der Technischen Universität Dortmund entwickelte Stadtklimalotse. Nicht zuletzt wurden auch Kooperationen zwischen Kommunen und Unternehmen adressiert, beispielsweise das Fahrradausleihsystem in Warschau, das von einer Privatfirma verwaltet wird. Diese Initiativen können ein fruchtbarer Nährboden für zukünftige Projekte und Kollaborationen sein.

adelphi, ISD und WISE werden ein Strategiepapier zu den Ergebnissen der Diskussion verfassen. Die Veröffentlichung ist im Frühling vorgesehen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit Mitteln des Beratungshilfeprogramms (BHP) für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie weiteren an die Europäische Union angrenzenden Staaten gefördert und vom BMUB und dem Umweltbundesamt (UBA) fachlich begleitet.