2015 Workshop in Herten

Zum ersten Konsultationsmeeting vom 7.-10. Dezember 2015 in Herten, kamen hochrangige Vertreter deutscher und polnischer Kommunen zusammen. Diskutiert wurden die energetische Gebäudesanierung und die dafür nötigen Koordinationsprozesse.

Die VertreterInnen von Bottrop und Herten stellten zwei Fallstudien zur energetischen Sanierung auf Quartiersebene vor: Die Gartenstadt der Zukunft der Nachbarschtädte Herten und Gelsenkirchen, sowie ein Projekt in Bottrop Batenbrock-Nord, das unter dem Dach von InnovationCity Ruhr realisiert wird. Die Präsentationen und Diskussionen konzentrierten sich auf die Notwendigkeit, energetische Sanierungen über die energetische Komponente hinaus zu denken. Das heißt: auf Quartiersebene und mit einem integrierten Ansatz.

Die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden ist eine multidisziplinäre Aufgabe, die Stadtplanung, Energieerzeugung und –verteilung, Transport, Bauwesen und auch die BürgerInnen einbeziehen muss. Die wirtschaftlich effizienteste Methode, um deutliche Veränderungen herbeizuführen, ist die Arbeit mit koordinierten und gründlich durchdachten Strategien. Das bedeutet: 

  • Die intern Beteiligten (die verschiedenen Abteilungen der Stadtverwaltungen) sowie externe Akteure (BürgerInnen, Bürgerorganisationen, private Unternehmen) einbeziehen
  • Mit einem gründlichen Audit zu beginnen, um die spezifischen Bedürfnisse, Schwachstellen und Stärken herauszufinden
  • Eine Machbarkeitsstudie durchzuführen, um zu prüfen, ob das Projekt mit den vorhandenen Mitteln und Beteiligten und im bestehenden Regelungsrahmen erfolgreich umgesetzt werden kann

Wirkungsanalysen zu erstellen, die tatsächlich erzielte Emissionsreduktionen mit den Kosten des Projekts in Relation setzen

Darüber hinaus, setzten sich die TeilnehmerInnen mit dem Konzept der integrierten Niedrigemissionsstrategien auseinander, dem roten Faden dieses Projekt. Die Teilnehmer erhielten auch einen Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten in Polen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden.

Im Rahmen eines „Partnerschaftsmarkts“ konnten die TeilnehmerInnen ihre Kommunen vorstellen. Präsentiert wurden die Schwerpunkte der lokalen Klimaschutzpolitik, die aktuelle Herausforderungen und Hauptinteressenfelder der bilateralen Kooperation. Ziel war es, die Herausforderungen und Möglichkeiten einer Klimastädtepartnerschaft herauszuarbeiten, als auch Stärken und Schwächen herauszufinden, mit denen sich Kommunen befassen sollten, wenn sie eine Klimastädtepartnerschaft planen. Mehr Informationen zum „Partnerschaftsmarkt“ finden Sie hier.

Lesen Sie mehr über die Ergebnisse des Workshops hier:

 
 
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit Mitteln des Beratungshilfeprogramms (BHP) für den Umweltschutz in den Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie weiteren an die Europäische Union angrenzenden Staaten gefördert und vom BMUB und dem Umweltbundesamt (UBA) fachlich begleitet.